In der frühen Planungsphase eines Immobilienprojekts werden zentrale Weichen für CO2-Emissionen, Energieeffizienz, Komfort und Kosten gestellt. Doch worauf basieren diese Entscheidungen tatsächlich? Reicht Erfahrung aus, um die Performance eines Gebäudes zuverlässig einzuschätzen?

An der diesjährigen Swissbau haben wir die Probe aufs Exempel gemacht.

Die Challenge: 3 Modelle, 4 Kennwerte, 1 Ziel

An unserem Stand präsentierten wir drei Projektvarianten - als 3D-gedruckte Modelle zum Anfassen und Vergleichen.

Welche Variante performt am besten in den Bereichen:

  • Emissionen (LCA / Graue Energie)
  • Energieeffizienz (Heizwärmebedarf)
  • Komfort (sommerlicher Wärmeschutz)
  • Kosten (nach e-BKPH)

Zusätzlich bestand die Möglichkeit, Erdgeschoss, Obergeschoss und Dach zu kombinieren und so eine neue, optimierte Gesamtvariante zu bilden.

Wenn Erfahrung an Grenzen stösst

Es war spannend zu beobachten: Was als „kurzes Reinschauen“ geplant war, entwickelte sich bei vielen zu einem intensiven Variantenstudium. Ein Teilnehmer verbrachte fast eine ganze Stunde damit, die Modelle zu vergleichen, Fassadenstrukturen zu analysieren und über die thermische Masse zu fachsimpeln.

Das zeigt: Selbst für Profis ist es schwierig, die komplexen Wechselwirkungen zwischen Materialwahl, Fensteranteil und Kosten rein visuell oder intuitiv korrekt einzuschätzen.

Die Auflösung: Daten statt Annahmen

Die drei Varianten wurden direkt aus den digitalen Gebäudemodellen mit der vyzn Software ausgewertet. Die Berechnung erfolgte automatisch, normkonform und innerhalb weniger Minuten.

Das Ergebnis war extrem knapp. Die Analyse zeigte deutlich auf, dass das Optimum oft in der Kombination liegt. Die „Gewinner-Variante“ der Gesamteffizienz war ein Mix: Das Erdgeschoss des schwarzen Modells kombiniert mit dem Obergeschoss und Dach des blauen Modells.

Die Gewinner

Nur wenige Teilnehmende schafften es, alle Kennwerte exakt richtig einzuschätzen. Wir ziehen den Hut vor:

  • Dem Team der Schindler Group (Anna, Sebastian, Miguel & Lukas)
  • Chris von Enerhaus Web Services GmbH

Eure Schaumwein-Flaschen sind das verdiente Resultat für euren analytischen Blick!

Fazit: Was wir aus der Challenge mitnehmen

Die Challenge hat deutlich gemacht, dass die beste Lösung selten offensichtlich ist. Das Optimum lag nicht in einer einzelnen Variante, sondern in einer Kombination.

Intuition und Erfahrung bleiben wichtige Bestandteile der Planung. Doch bei mehreren Zielkonflikten gleichzeitig stossen selbst erfahrene Experten an Grenzen. Eine strukturierte, datenbasierte Analyse schafft hier Transparenz und Vergleichbarkeit.

Ziel ist nicht, das Bauchgefühl zu ersetzen, sondern es zu ergänzen. So können fundierte Entscheidungen bereits im Vorprojekt getroffen werden, bevor Anpassungen aufwendig oder kostenintensiv werden.

Möchten Du sehen, wie die Analyse im Detail aussah?
Schauen dir hier das Video mit unserem COO Martino an, in dem er die Hintergründe der Challenge erklärt:

Video: https://youtu.be/kHdPmfRPG5I

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